Training

Die Trainingszeit umfasst zwei Einheiten am Sonntag Abend (18:00 bis 20:00 Uhr) und am Mittwoch Abend (19:15 bis 21:15).

Interessierte können jederzeit gerne zu drei unverbindlichen Probetrainings vorbeischauen. Jugendliche ab 16 Jahren benötigen die schriftliche Zustimmung ihrer Eltern.

Trainingsdisziplinen

Beim Langen Schwert (lange Zeit dem Adel vorbehalten) findet die linke Hand ihren Platz am Schwertgriff (bis zu 30 cm lang). Die zweihändige Führung und das geringe Gewichtes von ca. 1300 - 1600 g macht komplexe Fechttechniken bei gleichzeitiger hoher Aufschlagskraft möglich. Den Stil, das Schwert mit beiden Händen gegen ungerüstete Gegner zu führen, nannte man im 15. Jahrhundert "Das Lange Schwert" (siehe Codex 44 A8, Peter von Danzig, 1452). Als Trainingswaffe eignet sich die historisch belegte Fechtfeder.

Im Gegensatz dazu wird der Stil, das Schwert mit der Linken in der Mitte der Klinge zu greifen Halbschwert genannt. Damit konnte man auch gegen Gegner im Harnisch vorgehen ("Ansetzen"). Hier finden Holz- oder Aluminium Langschwerter als Trainingswaffen Anwendung.

Das Lange Messer war eine Waffe im auslaufenden Spätmittelalter und der beginnenden Renaissance. Als "zivile" Verteidigungswaffe war das Lange Messer eine Langversion der mittelalterlichen Bauernwehr, etwa einen Meter lang, wog ein Kilogramm oder mehr und besaß am Ende seiner geschwungenen Klinge eine Rückschneide. Oftmals kam zur Parierstange einen "Rüstnagel" als zusätzliches Parierelement. Spezielle Holz -oder Aluminiumversionen eignen sich für das Training.

Der Dolch (Lat. dolo) ist eine kurze, mindestens zweischneidige Stichwaffe mit symmetrischem Griff. Vom Messer unterscheidet ihn, dass dieses nur eine Schneide hat. Der Schnitt als Angriff entfällt für den mittelalterlichen Dolchkampf, auch die Länge ist mit teilweise über 45 cm mit heutigen Modellen nicht vergleichbar. Holzdolche mit Kugelspitze haben sich fürs Training gut bewährt.

Das Leib- und Kriegsringen als Mittelalterliche Diziplin ist ein Vollkontaksport mit dem Ziel, den Gegner mit allen möglichen Mitteln waffenlos außer Gefecht zu setzen. Das Training findet hier in entschärfter Form und stark technikbezogen statt, viele der Methoden können nur angedeutet werden.

Das Manual I.33, dem Fechtbuch der Tower Armouries von Leeds, beschäftigt sich ausschließlich mit der Handhabung von Einhandschwert und Buckler. Der Buckler ist ein kleiner, meist runder Faustschild. Die Materialien aus denen der Buckler gefertigt wurde, waren sehr unterschiedlich. In manchen Fällen war er komplett aus Metall, dann wieder aus Holz mit einem eisernem Schildbuckel; in Fechtschulen wurden auch gelegentlich lederne Buckler verwendet. Der Name leitet sich vom Schildbuckel ab.

Unter einer Mordaxt versteht man eine Stangenwaffe mit einem Axtblatt, einem Hammerkopf und einer Stoßspitze. Im Gegensatz zur Helmbarte ist die Mordaxt nur etwa Mannshoch und wurde von Rittern und Reisigen zu Fuß verwendet, auch als Turnierwaffe. Der Handhabung der Mordaxt ist unter anderem das französischem Fechtbuch "Le jeu de la hache"  um 1400 gewidmet.

Quelle Texte: Wikipedia, Johannes Schmitzer
Bildnachweis : Thalhofer, Hans: Fechtbuch von 1467 - BSB Cod.icon. 394 a
Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)